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Nicht weit von der Stadt Gura Humorului, im Tal eines Nebenflusses der Moldau, wurde vor mehr als 500 Jahren eines der schönsten Kloster erbaut.
Das Voronet Kloster wurde in der Zeit zwischen dem 26 Mai und 14 September des Jahres 1488 durch den Willen des gnädigen Gottes und den Gebeten des Heiligen frommen Daniil der Einsiedler sowie den Eiffer des guten und gläubigen Stefan des Großen erbaut und der Heilige Georg der Märtyrer wurde zum Schutzpatron des Klosters ernannt. Vom Anfang seiner Geschichte an war das Kloster mit Mönchen von besonderem spirituellen Format gesegnet und zur Zeit des Heiligen Frommen Daniil dem Einsiedler war es ein Wahrzeichen rumänischen Klosterlebens.
1547 wurde unter der Aufsicht des Bischofs Grigore Roscas (dessen Gebeine heute hier begraben liegen) das Vordach hinzugefügt und die Außenmalereien wurden zuendegeführt.
Zur linken Seite der Eingangstür befindet sich das Bildniß des Heiligen Daniil dem Einsiedler mit Heiligenschein. Die schöne „Deisis“-Ikone liegt über der Tür. Sie zeigt unseren Erlöser Jesus Christus, den erhabenen Richter, der über alldiejenigen wacht, die die Kirche betreten und zusammen mit der Heiligen Jungfrau und dem Heiligen Johannes dem Täufer zu seiner rechten und linken Seite für uns um Gnade betet. Der Großteil der Südseite ist wie durch einen orientalen Teppich vom Jesusbaum bedeckt. Dieser stellt Jesus Christus Familienbaum dar, Jeus selbst erscheint ganz oben in der Mitte über seinen Ahnen.
Ein anderes großes Thema ist die Akathistos Hymne, 24 Szenen die das Leben der Heiligen Jungfrau feiern. Eine der lebendigsten Szenen zeigt wie im Jahre 626 eine Ikone der Mutter Gottes Konstantinopel vor einem Angriff der Avaren und Perser bewahrt hat. Als der Patriarch Sergedie Ikone um die Stadtmauern herumführte, brach plötzlich ein Sturm aus Steinen und Feuer aus dem Nichts aus und zerstörte den Feind. Das Bild des Heiligen Georg des Märtyrers, dem Schutzpatron des Klosters, befindet sich auf der linken Seite des Strebewerks, und auf der ersten Zeile dieser Serie von Malereien ist das Gebet „Acatist“ des heiligen Nikolaus und weiter unten das Gebet „Acatist“ des Heiligen Ioan der Neue von Suceava verfasst. Die Malereien der Vorhalle stellen den christlich orthodoxen Kalender (Menologion) dar.
Viele der Ikonen weisen Kratzer und Schmierereien auf – die Zeichen 206jähriger Nichtnutzung ( die Habsburger schlossen das Kloster 1785 und es wurde erst 1991 wieder zur religiösen Gemeinschaft).
Über dem Eingang zum Kirchenschiff befindet sich eine wunderschöne Ikone – „Dulcea Imbratisare“ (Die Süße Umarmung) und direkt darüber benennt eine Steingravur die Gründer der Kirche und ihr Entstehungsjahr.
Das Grab des Heiligen Frommen Daniil der Einsiedler, der zum ersten Abt des Klosters Voronet wurde, liegt ebenfalls im Kirchenshiff und wird von einer brennendem Flamme bewacht.
Gedenkmalereien des Klosters finden sich ebenfalls im Kirchenschiff. Stefan der Große ist zusammen mit der Königin Maria Voichita und Bogdan, seinem Tronerben, dargestellt während er durch die Vermittlung des Heiligen Georg dem Märtyrer das Kloster unserem Erlöser Jesus Christus übergibt zum Zeichen des Dankes für die göttliche Hilfe im Kampf gegen die Türkischen Angreiffer.
Die geschlossene Mauer der Aussenhalle stellt eine perfekte Oberfläche für das große Finale des Letzten Gerichts dar. Ganz oben, in einem runden Rahmen der von den Dachrinnen überschattet wird, sitzt der von Seraphim und mehreren Engeln angekündigte Jesus Christus zu Gericht, unmittelbar über dem Allmächtigen, der von einem anderen Zyklus umrahmt wird.
Ein Stück von großem künstlerischen Wert ist die vergoldete Ikonostasis aus Eibenholz deren Türen ein wahres Meisterwerk der Holzskulptur sind. Verschiedene, für die Entwicklung der Holzskulptur entscheidenten Stufen, können anhand der Dekoration der Ikonostasis nachverfolgt werden. Diese zwei Ikonen und die königlichen Türen wurden zur Zeit Stefan des Großen angefertigt. Andere Ikonen stammen aus dem 16ten und den Anfängen des 18ten Jahrhunderts. Ebenso ist der Thron des Metropoliten Bischofs Grigore Rosca von großem Wert. Wir hoffen , daß der Originalthron, der sich seit eingen Jahren (1996) in Sucevita zur eingehenden Restaurierung befindet, bald nach Voronet zurückkehrt.
Die Malereien auf hellblauem Hintergrund sind monumental, von großartiger Klarheit und Deutlichkeit. Die Künstler versuchten hier, das Blau des Himmels über Voronet wiederzugeben und die abgebildeten Silhouetten können auch aus einer gewissen Entfernung deutlich wahrgenommen werden. Die Malereien von Voronet sind von verblüffender Authentizität. Sie stellen Szenen aus dem damaligen täglichen Leben in Voronet dar. |
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