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Das Kloster Dragomira

Sehenswürdigkeiten

Das Kloster Dragomira
Der Großteil der Kloster ist mit dem Namen Stefan des Großen verbunden, der Herrscher Moldaviens von 1457 bis 1504 war, und unter dessen Herrschaft über 30 Gebäude errichtet wurden.

Die Architektur des Klosters ist einzigartig und verbindet byzantinische Traditionen mit westlichen Einflüßen in einer Art, die später als typisch für die moldavische Stilrichtung gelten wird.

Das Kloster Dragomira liegt in einer wunderschönen Gegend, nahe dem Wald, außerhalb des Dorfes Mitocul Dragomirnei, 12 km von der Stadt Suceava entfernt.

Das Kloster Dragomirna wurde 1602-1609 von dem Mitropoliten Crimca und der Familie Stroici erbaut, kurz nachdem Mihai der Tapfere die Rumänisch sprechenden Länder vereint hatte. Die Arbeiten an dem Kloster wurden 1609 abgeschlossen und das Kloster bekam das Fest „Herabsteigung des Heiligen Geistes“ zugeteilt.

Crimca war ein sehr gebildeter Mann und praktizierender Künstler. Er gründete hier eine berühmte Miniatur- und Ikonenmalereischule. Die Legende besagt, daß Prinz Stefan Tomsa, der Eigentümer der Schule des Klosters Solca, so eifersüchtig auf Crimcas Künstlermeister war, dass er Crimca gejagt und mit einer Keule angegriffen hat. Der Bischof Crimca schaffte es, zu entkommen und das Kloster Dragomirna zu erreichen, doch er starb kurz darauf.

Das Kloster wurde vom Prinzen Miron Barnovschi fertiggestellt. Dar Name der Klosters bedeutet „Friedensliebe“. Es wurde von den Kommunisten geschlossen und 1990 als Konvent wiedereröffnet und hat heute eine kleine Gemeinschaft von 10 Nonnen.

Vor dem Bau Dragomirnas hatten lediglich Prinzen das Anrecht, Türme an Moldavischen Kirchen zu errichten. Aber hier brach der Fürst diese Regel und als Zeichen der Dankbarkeit errichteten Crimca und seine Mitbegründer eine besonders schöne Kuppel auf einer dreifachen sternförmigen Basis, die von einer Gobelinartigen Steinschnitzerei geschmückt wird.

Am westlichen Ende der Kirche befinden sich schöne Tortürme und Kammern die 1627 von Barnovschi erbaut wurden.Eine Tafel die über dem eingang angebracht ist besagt, daß die Kirche den Heiligen Enoch, Ilie und Johannes dem Evangelisten gewidmet ist.

Die moldavische Architektur erfährt durch diesen Bau mit innovativen Proportionen und Elementen einen Sprung in ihrer Geschichte. Die Länge der Kirche beträgt 42 m und die Breite 9,6 m. Die Kirche ist ebenso hoch wie lang. Dadurch wirkt sie unglaublich hoch und schmal. Dieser Effekt wird noch vergrössert durch das verhaltene Muster der bedeckten Bögen und durch die bloßen Wände.

Auf halber Höhe der Wände findet sich das Seilmotiv welches den gesamtem Kirchenkörper umgibt und elegant der Senkrechten entgegenwirkt und dadurch das Bild des Baus im Auge des Betrachters stabilisiert. In der Region Bukovinas stellt das Seilmotiv die Unendlichkeit des Reiches Gottes dar. Hier besteht das Seilmotiv aus drei Stricken, die symbolisch die Dreifaltigkeit, sowie die Eingkeit der drei alten rumänischen Fürstentümer: Moldavien, Transsilvanien und Walachei, darstellen. Es wird im Kircheninneren an den Bögen und um die Fenster herum fortgeführt.

Wenn man in das Kloster eintritt, kommt man nicht umhin den stufenweisen Anstieg der Räume vom Vordach bis hin zum Altarraum zu bemerken, sowie das dichte Netzwerk von Malereien die die Wände mit rot, blau gold und gelbtönen bedecken. Die Bilder werden von alten Kirchenmanuskripten inspiriert.

Im Naos gibt es Wandmalereien die in rumänischer Sprache mit slavischen Buchstaben beschriftet sind, sowie eine schöne Ikone die aus der mittelalterlichen Kirche von Solca stammt. Abgerundet wird der Wert duch verschiedene Skulpturen die hier und da auftauchen.

Das Museum des Klosters beherbergt wertvolle Objekte, unter denen wichtige Arbeiten mittelalterlicher Kunst und Kultur zu finden sind: Ein beschnitztes Kreuz aus Ebenholz (1542), Manuskripte von Anastasie Crimca, Stickereien mit Gold und Silberfäden (1598)kirchliche Objekte und die Kerze, die gebrannt hat, als die Kirche Heilig gesprochen wurde.
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