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Dezember – die Zeit der groβzügigen Weihnachtsmännern

Brauchtum

Dezember – die Zeit der groβzügigen Weihnachtsmännern
Dezember, der erste Wintermonat ist der zehnte Monat des römischen Kalender (der am 1. März anfängt) und der zwölfte Monat des Julianischen (alt) oder Gregorianischen (neu) Kalender (der am 1. Januar anfängt).

Wer “Dezember” sagt bezieht sich auf die Zeit des Schneefalls der uns Fröhlichkeit bringt, auf die Zeit der Märchen, die um den geschmückten Tannenbaum herum erzählt werden, auf die Zeit in der man seine Familie um sich versammelt um die Geburt Jesus Christus zu feiern und auf die Zeit in der man Bilanz zieht aus den Ereignissen des vergangenen Jahres und dem folgenden Jahr vertrauensvoll entgegenschaut.

Das besondere am Dezember ist, dass in diesem Monat jeder, unabhängig vom Alter, mindestens ein Geschenk bekommt; deswegen wird der Dezember auch der “Geschenk-Monat” genannt. Wir nennen es die Zeit der Groβzügigkeit, denn jeder schenkt und jedem wird etwas geschenkt.

Der erste groβzügige Mann, der Heiliger Nikolaus kommt am 6. Dezember. Nikolaus (gestorben ca. 342 n.Chr) stamm von Asien, war Bischof von Myra und Verteidiger des Glaubens an Jesus Christus. Er ist Schutzpatron der Kinder, besonders der Waisenkinder, der Seemänner und der Jungfrauen die heiraten möchten. Die Legende besagt, dass Nikolaus drei armen ledigen Schwestern geholfen hat, die nicht heiraten konnten weil sie keine Heiratsgüter hatten.

Nach rumänischer Tradition kündigt er auf einem weißen Pferd den ersten Schneefall an. Seine wichtigste Eigenschaft ist seine Großzügigkeit, den er bringt den braven Kindern Geschenke, aber er bestraft die ungehorsamen Kinder mit seiner wohlbekannten Gerte.

In der zweiten Hälfte des Dezembers, in der größten Feststimmung, feiern wir Weihnachten, das größte christliche Fest, und Sylvester. Auch in rumänischer Tradition wird Weihnachten am 25. Dezember und Sylvester am letzen Tag des Jahres gefeiert.

Als Maria und Josef in Betlehem waren und die Zeit ihrer Niederkunft sich näherte, baten sie um Unterkunft. Doch sie wurden abgewiesen und zu dem reichen Bruder geschickt. Dessen Name war “Craciun” (Weihnachten) und wegen seiner Großzügigkeit wurde er der Weihnachtsmann. Jesus Christus bekam Geschenke von den heiligen drei Königen und seit dem werden alle Kinder an Weihnachten beschenkt.

In der rumänischen Volkskultur tritt der Weihnachtsmann mit doppelter Persönlichkeit in Erscheinung: einerseits hat er Wunderkräfte wie die Helden und Götter der Märchen, andererseits hat er auch typisch menschliche Eigenschaften. Dies schreibt Ion Ghinoiu in seinem Buch „Tage und Mythen“. Im Kalender des rumänischen Bauern ist der Weihnachtsmann „der erste christliche Gläubige“, „ der älteste Heilige“. Seine Frau hat Maria geholfen zu gebären und weil sie das vor ihrem Mann geheimgehalten hat wurde sie von ihm bestraf. Doch als dieser erfahren hat, dass Jesus Christus unter seinem Stalldach zur Welt gekommen ist hat er bitter bereut und Gott um Verzeihung angefleht. Er hat seine Tat so sehr bedauert, dass er am nächsten tag sein ganzes Vermögen mit den armen Kindern geteilt hat. So entstand die Tradition, an Weihnachten Kindern Geschenke zu machen.

Der alte Weihnachtsmann ist ein „Sonnengott“ und entspricht dem alten römischen Gott Saturn und dem iranischen Gott Mythra. Mehr als tausend Jahre lang haben die Christen Neujahr am 25. Dezember gefeiert; in Rom bis ins 13. Jahrhundert, in Frankreich bis 1564, in Rumänien bis ins 19. Jahrhundert. In einigen rumänischen Dorfern im Banat und Siebenbürgen wird heutzutage Sylvester auch „kleine Weihnachten“ genannt. In Südosteuropa feiern die Menschen an Weihnachten die Sonnengottheit.

Die Bauern glauben, dass es ein Zeichen für kommenden Wohlstand und Gesundheit ist, wenn die erste Person die an Weihnachten das Haus betritt, ein Mann ist. Damit ihre Häuser Gottes Segen bekommen und von Ihm beschützt werden, gehen die Menschen von Haus zu Haus und singen Weihnachtslieder und lassen die ganze Nacht über den Tisch reich bedeckt mit Speisen.
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