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Das Messen
Am Zweiten Sontag Mai - Magura Priei, Gemeinde Cize, Kreis Salaj
Zum Gedanken des legendären Horia, eines der Anführer des groβen Bauernaufstandes aus dem Jahre 1784, der während seines Aufenthaltes in der Hütte am Fuβe des Magura-Berges zusammen mit seinen Kamaraden auch ein scönes Holzkirchlein geschnitz hat, (das heute im Freilichtmuseum von Cluj zu sehen ist ), verleben die Landstrichte von Cizer alljährlich an diesem Maitage eine buchstäblich märchenhafte Atmosphäre.
Im Morgengrauen bereits beginnen die Hirten mit dem Milchmessen-,,masurisul laptelui,,. Geen Mittag kommen noch andere Hirtengruppen aus den Dörfern der Umgebung: Pria, Cizer, Boian und sogar noch weiter her auf die Kuppe der Magura, wo nun auf einer schönen Almwiese ein riesiges gemeinsames Festmahl beggint, das von Hirten-liedern bebebt wird und im Verleihen der Trophäe des ,,Groβen Cas des Milchmessens,, gipfelt.
Die selten schönen Volkstänze von Valcau, Seredei, Cizer-darunter auch der berühmte ,,Muiereasca,, -Tanz-, Flöten (Buciumi), Banater Pfeiten (Cizer) dürfen bei keinem dieser Frühlingsfeste fehlen.
Allerlei Wettkämpfe (trinta, Tauziehen- ,,trasul franghiilor”) und andere Unterhaltunsprogramme rollen fröhlich bis zum Abend ab und erfüllen die malerische Wiese mit dem Zauber der Tänze und Jauchzer.
Harghita Frűhling
Am dritten Sonntag - Baile Jigodin, Kreis Harghita
Am Fuβe der Harghita - Gebirge, auf einer am rechten Oltufer gelegenen malerischen Hochfläche, dort, wo einst alte Siedlungen der Bronzezeit und dakische schauer und 3 000 rumänische und ungarische Laienkűnstler alljährlich ein Frűhlings - Stelldichein.
Dast erőffnet die Landwirtschaftsarbeiten des neuen Jahres und vereinigt die besten Chor und Tanzformationen, Musikanten, Orchester, Folklore-Solisten und gruppen und verleiht der besonderen Wertschätzung Ausdruk, die man den interessanten rumänischen und ungarischen Bräuchen entgegenbrigt wie: der Tanz „Capra”, mit einer ungarischen Variante-Kecskestanc (Varsag), „Lasata Secului”, ungarische Hochzeit aus Armaseni, Csango- Hochzeit aus Lunca de Sus, Rumänische Hochzeit aus Sarmas oder „Culesul Verzii” aus Frumoasa.
Tinjaua
Am ersten Sonntag von May - Hoteni, Kreis Maramures
Die „Tinjaua” ist ein alter Frühlingsbrauch, der dem Fleiβ des Landmannes gewidmet ist, der, indem er das Wetter richtig beurteilt, den rechten Augenblick erkennt, um als erster die Pflugschar in die Ackerkrume zu versenken. Bereits im Jahre 1870 wird die Tinjaua als „rumänischer Brauch” erwähnt, dessen Ursprung sich in grauer Vorzeit verliert. Es ist vom Fest des Mannes die Rede, der als erster zum Ackern ausfährt, dem wahren „König des Dorfes”. Die Urkunden zeigen, daβ die „Königswahl” alljährlich wiederholt wird und zwar als Überbleibsel alter römischer Praktiken.
Zuerst tritt ein Rat der Männer zusammen, der beschlieβt, welchem das Recht zukommt, gefeiert zu werden. Dann ziehen 24 Burschen mit 12 tinjale (Wagendeichseln), die mann hier „rude” nennt, mit ceterasi (Geiger) an der Spitze und gefolgt vom ganzen Dorf bis zum Gehöft des durch seine Leistungen die anderen überragenden Wirten, wo die Deichseln aber auch das Hoftor, der Zaun und der tirnat mit Laubgewinden, „sterguri” und bunten Bändern verziert werden. Eine teleguta wird nun an die zwölf Deichseln gebunden und von den Burschen gezogen fährt der Gefeierte unter Gesang und in Begleitung der Menge durchs Dorf bis zum gepflügten Grundstück und von da bis zum nächsten klaren Wasserlauf. Unterwegs versucht der Gefeierte nach alter Sitte, natürlich ohne Erfolg, die Burschen zu übertölpeln und zu entfliehen, um (auf Grund einer vorher abgeschlossenen Wette) sich den Kosten des Festmahls zu entziehen, das er als „König” auszugeben hat. Am Bache angekommen, wäscht der Dorfälteste - der „marele pogonici”, wie mann ihn auch zu nennen pflegt - Gesicht und Hände des Wirts, wobei er einen aus undenklichen Zeiten übermittelten Segen ausspricht: Stolze reisende Sonne, / neige dich auf den Acker, / erwärme die Samen, / auf daβ die Fucht gedeihe”.
Burschen und Mädchen tanzen eine Hora und feiern dann mit Mundvorrat und Palinca reich versehen den ganzen Tag dem Gefeierten zu Ehren.
Gesangs - und Tanzformationen aus dem ganzen Kreis Maramures verleihen diesem Frühlingsvolksfest Farbe und Reiz |
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